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Kostenfreie Beratung zum Auslandsstudium

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Seit 2011 haben wir viele hundert Studenten auf dem Weg ins Ausland betreut. Wir sind aber nicht nur Studienberater, sondern auch Herausgeber dieses Print- und Online-Magazins Studieren in Anderswo.

Euer Team von Finde Academic

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Dr. Eva Istók, Studienberaterin

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Imen Bessassi, Studienberaterin

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Kai Schirdewahn, Studienberater und Inhaber

Mehr zu unseren Partner-Unis und Studienplätzen in Medizin, Tiermedizin, IT & Technology, BWL und, und, und findet ihr hier:
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Studienaufenthalt in Kolumbien

Auf der Suche nach Action und Engagement

Bastian studiert Energie- und Umwelttechnik an der TU Hamburg-Harburg. Sowohl die politischen Spannungen in Südamerika, als auch Natur, Land und Kultur dieser Region haben ihn schon immer fasziniert und interessiert. Er verbrachte 10 Monate in 4 verschiedenen Ländern und machte so aus einem einfachen Auslandssemester gleich eine Tour durch die westlichen Küstenländer Lateinamerikas: Kolumbien, Venezuela, Ecuador und Peru. Zuerst reiste Bastian nach Venezuela, um vor dem Beginn des Semester im kolumbianischen Medellín noch ein bisschen zu „wwoofen".Kolumbien Sebastian

Was ist wwoofen?

„WWOOF ist die Abkürzung für World Wide Opportunities on Organic Farms, ein weltweites Netzwerk von ökologischen Höfen, die die Möglichkeit bieten, mindestens 2 Tage bis zu mehreren Monaten auf dem Hof mitzuhelfen. Das macht man im Tausch gegen Kost und Logis“, erklärt Bastian.

Für den Deutschen war die Idee zu "wwoofen" nicht erst durch sein Auslandssemester entstanden. Dem engagierten Veganer gefällt es, die ökologische Bewegung zu unterstützen und damit seine Reisen sinnvoller zu gestalten. Er konnte so in Venezuela Erfahrungen im ökologischen Land- und Gartenbau sammeln und nicht zuletzt auch neue Kontakte knüpfen.

Das Stipendium machte erst alles möglich

Dann ging es für Bastian weiter nach Kolumbien. Sein Studienaufenthalt dort wurde durch ein Stipendium der Rosa-Luxemburg-Stiftung möglich. Seine Gastuniversität, die Universidad de Antioquia (UdeA) in Medellín, der zweitgrößten Stadt Kolumbiens, gehört zu den besten öffentlichen Universitäten des Landes und befindet sich nicht weit vom historischen Mittelpunkt der Stadt, dem Parque de Berrio. Die UdeA ist eine öffentliche Universität, welche sich sehr stark von einer privaten Universität unterscheidet.

Die University of Antioquia ist die älteste staatliche Universität Kolumbiens. Die UdeA hat zwar ihren Sitz Medellín, da sie aber mit 14 Fakultäten derart groß ist, haben sich ihre Fakultäten auch noch auf zahlreiche andere Standorte verteilt. Die Universität ist unter anderem dafür bekannt, im Jahr 1969 ein Theater gegründet zu haben, das mittlerweile der Öffentlichkeit zugänglich ist und sich durch große Beliebtheit bei den Zuschauern auszeichnet.

Neben den gewöhnlichen Studiengängen wie Jura, Wirtschaftswissenschaften und Geisteswissenschaften, kann man dort ebenfalls eine Krankenschwesternausbildung absolvieren. Dies zeigt, dass die Universität Antioquia sich nicht auf reine Theoriewissenschaften beschränkt, sondern auch eine praktische Ausbildung an der Hochschule ermöglicht. Dies ist wohl einer der Hauptunterschiede zu deutschen Universitäten, bei denen die praktische und berufsnahe Ausbildung oft nicht angeboten wird.

Das Unigelände ist ummauert und hat mehrere Eingänge. Alles mutet etwas alt und kommunistisch an. Studenten werden bei den Eingängen stark kontrolliert. Besucher dürfen das Gelände ohne Einladungsschreiben nicht betreten, erzählt Bastian. Gesellschaftliche und politische Probleme haben auch in Kolumbien einen direkten Einfluss auf die Universität. Darum wird die Universidad de Antioquia oftmals auch als "Spiegel der Gesellschaft" bezeichnet.

Viele Studierende an der UdeA kommen aus einkommensschwachen Familien und aus schwierigen sozialen Verhältnissen. Eine Privatisierung der Bildung hätte für viele zur Folge, dass sie ihr Studium aus finanziellen Gründen nicht mehr weiterführen könnten. Deshalb sind viele Studierende mit der Bildungspolitik der kolumbianischen Regierung, welche in den letzten Jahren Schritte in Richtung Privatisierung unternahm, nicht einverstanden. Dadurch kommt es an der UdeA immer wieder zu Demonstrationen und Kundgebungen, welche auf soziale und gesellschaftliche Missstände aufmerksam machen wollen. „Von Zeit zu Zeit sind diese Demonstrationen leider auch begleitet von Gewalt und Vandalismus“, erinnert sich Bastian.

Schon direkt nach der Landung hat Bastian schnell festgestellt, dass Venezuela ganz anders ist als Europa. „Der Straßenverkehr ist ein absolutes Chaos. Alles ist sehr preiswert. Eine Nacht in einem Hostel kostet umgerechnet nur 8 Euro, eine Fahrt mit der Metro 5 Cent. Kolumbien ist da deutlich teurer“, so der zukünftige Ingenieur.

Die Wohnungssuche in Medellín stellte sich trotzdem nicht als ganz einfach heraus, aber auch nicht als aussichtslos. Nach einigen WG-Erfahrungen fand Bastian bei einer netten kolumbianischen Oma ein Zimmer zur Untermiete mit einem wunderschönen Garten und typisch kolumbianischer Gastfreundschaft: Herzlich warm!

Politische Atmosphäre

Kolumbien ist ein bewegungsreiches Land mit spannender Geschichte. Nicht nur von natürlicher und kultureller Vielfalt geprägt, wird das südamerikanische Land oft mit einer schlechten Sicherheits- und Wirtschaftslage verbunden. Dies stimmt nicht ganz, zwar bessert sich die Situation seit wenigen Jahren stetig, aber es gibt vielfältige Proteste, oft durch die Gewerkschaften organisiert. Auch diese Seite Kolumbiens wollte Bastian unbedingt kennenlernen.

„Aufgefallen sind mir die vielen Panzer und Checkpoints an den Ein- und Ausgängen der Universität“, sagt Bastian. Er empfand das zwar als etwas bedrückend, aber für einen politisch engagierten Menschen wie ihn, war auch das interessant.

„Proteste gestalten das Bild von Medellín und die Studentenszene ist sehr aktiv und kritisch“, so der deutsche Student, der sich eines Tages einer Demonstration gegen den Neoliberalismus anschloss und seine eigenen Erfahrungen machte. „Der Marsch dauerte nicht sehr lange und die Stimmung war sehr impulsiv“, sagt Bastian. Der Protestzug richtete sich gegen soziale Ungerechtigkeit und für einen Wandel innerhalb der Politik und der Gesellschaft selbst. „Nicht selten werden diese Proteste vorzeitig abgebrochen. Leider auch dieser. Es mischten sich aggressive Teilnehmer aus dem schwarzen Block unter die Demonstranten und ließen den Zug schnell und unnötig eskalieren“, so Bastian.

Glück trotz Armut

In Bastians Erinnerung ist vor allem auch der Unterschied zwischen Armut und Reichtum in Kolumbien hängen geblieben. So deutlich die Differenzen zu sehen waren, so bemerkenswert glücklich und unbekümmert empfand er die Einheimischen. Ihre lockere Art, trotz wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Sorgen in den Tag hineinzuleben, faszinierten Bastian. „Zwischen Existenzkampf und den Gedanken über den nächsten Tag, haben Kolumbianer dennoch genug Zeit für ein frisches Cerveza (kolumbianisches Bier), erinnert sich der Deutsche. Jetzt fertigt der Bachelorstudent seine Abschlussarbeit an der Technischen Universität Hamburg-Harburg an und freut sich schon auf seine nächste Reise. Nur wohin genau, das weiß er noch nicht.

Von Imen Bessassi 

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Infotag in Hamburg

Auslandsstudium ohne NC

Am Samstag, den 9. Februar 2019 findet in Hamburg-Altona wieder unser Hochschul-Infotag mit dem Titel „NC? Nee, ich geh ins Ausland“ statt. Im Rahmen der Veranstaltung präsentieren sich Hochschulen aus zehn EU-Ländern mit ihren Studienprogrammen.

Wir, die Studienagentur "Finde Academic" laden an diesem Tag Interessenten, Bewerber und vor allem auch deren Eltern ein, um sich über ein Studium im Ausland zu informieren.

Postkarte2019 WebInsbesondere die in Deutschland mit Zulassungsbeschränkungen belegten Fächer stehen im Vordergrund. Informationen zu Auslandsoptionen gibt es vor allem für Human-, Zahn-, Tiermedizin und Psychologie, aber auch zu BWL- ,Medien-, Design-, IT- und Technologie-Studiengängen.

Neben Hochschulen aus Schweden, Irland, Dänemark, Tschechien und Lettland sind Unis weiterer europäischer Länder vertreten.

Die Veranstaltung läuft von 11 bis 16 Uhr in der Barnerstr. 16 in Hamburg-Altona. Veranstalter ist Finde Academic - Internationale Studienberatung und Vermittlung.

Der Eintritt kostet 3 Euro pro Person.

Ermäßigte Karten gibt es über die Webseite unseres Studienmagazins "Studieren in Anderswo".

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Anfahrt

Adresse:
Barnerstr. 16 (Zu erreichen über den Hof)
22765 Hamburg-Altona

Die Barnerstraße 16 liegt ca. 7 Gehminuten vom Bahnhof Altona entfernt und ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.

Mehr zum Programm und teilnehmenden Unis gibt's hier.