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Credit-Points im Auslandsstudium

Anerkennung rechtzeitig sicherstellen

Mit Bologna sollte alles einfacher werden: problemlose Übertragung von Studienleistungen aus dem Ausland an die deutsche Uni, einheitliche Studiengänge und Abschlüsse in ganz Europa. In der Praxis aber erleben Studenten immer wieder, dass Credit-Points an der Heimat-Uni nicht akzeptiert werden.

Voller Elan ging Betriebswirtschaftsstudent Max S. (22) von seiner deutschen Uni aus für ein Auslandssemester an eine wirtschaftswissenschaftliche Fakultät in Frankreich und sammelte dort fleißig die begehrten European Credit Points (ECTS-Punkte). Allerdings vor allem in Veranstaltungen mit einem Fokus auf volkswirtschaftlichen Themen. Das böse Erwachen kam nach der Rückkehr nach Deutschland: Nur zwei der insgesamt fünf Seminare wurden von seiner Heimat-Uni anerkannt, die ihm dafür nur ein paar mickrige ECTS-Punkte auf seinem Studienkonto gutschrieb.

Nur die Hälfte der ECTS wird anerkannt

Innerhalb Europas ist der Transfer von Studienleistungen grundsätzlich im Bologna-Prozess festgelegt worden. Ganz einfach sollte es werden, Punkte einer anderen europäischen Universität in das Studium zu Hause zu integrieren. In der Realität akzeptieren deutsche Hochschulen viele der im europäischen Ausland erzielten Studienleistungen nicht, so eine Untersuchung des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) aus dem Jahr 2015. Bei 8 Prozent der Studenten wurde weniger als die Hälfte der ausländischen ECTS-Punkte anerkannt, bei 2 Prozent sogar gar keine. Für die betroffenen Studierenden eine Katastrophe!

Einen wirksamen Schutz vor der Nichtanerkennung bietet eine Studienvereinbarung zwischen Student und Uni. Noch vor der Abreise wird darin festgehalten, welche Studienleistungen an der ausländischen Universität ins heimische Curriculum voll integrierbar sind. Besonders wichtig ist diese Vereinbarung für „Free Mover", also für Studenten, die an eine ausländische Hochschule ohne Partnerstatus gehen, erst recht wenn es ins außereuropäische Ausland geht. Sinnvoll sind schriftliche Absprachen aber auch beim Erasmusprogramm. Lediglich bei „integrierten internationalen Studienprogrammen", bei denen ein Auslandsaufenthalt verpflichtend ist und das Curriculum bereits zwischen den kooperierenden Hochschulen abgesprochen und geklärt wurde, gibt es in der Regel keine Schwierigkeiten bei der Anerkennung.

Komplettes Studium im Ausland

Probleme können auch dann auftreten, wenn das komplette Studium im Ausland absolviert wurde. In Deutschland brauchen Absolventen formal einen Vergleichbarkeitsnachweis zu ihrem ausländischen Abschluss. Interessenten sollten in jedem Fall vor Antritt ihres Studienplatzes nachfragen, ob die Kultusministerkonferenz der Länder (KMK) den ausgewählten Abschluss anerkennt. Dies kann über eine spezielle Webseite der KMK und über das European Network of Information Centres in the European Region, kurz ENIC, online geprüft werden.

In den allermeisten Fällen sind staatlich durchgeführte Studiengänge innerhalb der EU anerkannt, auch bei außereuropäischen Studiengängen, etwa bei einigen beliebten amerikanischen Bachelor-Programmen, entfällt der Vergleichbarkeitsnachweis. Vorsicht ist hingegen bei nicht staatlichen Hochschulen in der EU geboten, bei der Anerkennung dieser Abschlüsse gilt es genau hinzuschauen.

Studium mit Staatsexamen

Staatlich geprüfte Berufe, die mit einer nationalen Berufserlaubnis und eventuell einer Verbeamtung verbunden sind, bilden eine grundsätzliche Ausnahme. Lehramts-, Jura- und Medizinstudienprogramme sind von staatlichen Prüfungen und komplexen Anerkennungsverfahren betroffen.

Im EU-Ausland ausgebildete Mediziner mit Deutschkenntnissen erhalten nach einer so bezeichneten Gleichwertigkeitsprüfung ihres Studiums in der Regel ohne großen Aufwand die deutsche Approbation und dürfen auflagenfrei praktizieren. Bei nichteuropäischen Abschlüssen wird oftmals nur eine zeitlich begrenzte Berufserlaubnis vergeben. Bei Juristen setzen die Behörden die intensive Kenntnis des deutschen Rechtssystems, bestandene Staatsexamina sowie ein abgeleistetes Referendariat voraus. Ausländische Bachelor- oder Masterprogramme in Jura reichen daher in der Regel nicht aus. Prüfungen und Studienleistungen müssen in Deutschland nachgeholt werden. Englischsprachige Master in Jura, wie LLM-Programme, werden zwar als Studium und auf dem Arbeitsmarkt als Qualifikation anerkannt, berechtigen aber nicht zur Tätigkeit als Rechtsanwalt. Im Ausland ausgebildete Lehrer müssen meist den Weg über eine Berufsanerkennung gehen.

Ratgeber

Infotag in Hamburg

Auslandsstudium ohne NC

Am Samstag, den 9. Februar 2019 findet in Hamburg-Altona wieder unser Hochschul-Infotag mit dem Titel „NC? Nee, ich geh ins Ausland“ statt. Im Rahmen der Veranstaltung präsentieren sich Hochschulen aus zehn EU-Ländern mit ihren Studienprogrammen.

Wir, die Studienagentur "Finde Academic" laden an diesem Tag Interessenten, Bewerber und vor allem auch deren Eltern ein, um sich über ein Studium im Ausland zu informieren.

Postkarte2019 WebInsbesondere die in Deutschland mit Zulassungsbeschränkungen belegten Fächer stehen im Vordergrund. Informationen zu Auslandsoptionen gibt es vor allem für Human-, Zahn-, Tiermedizin und Psychologie, aber auch zu BWL- ,Medien-, Design-, IT- und Technologie-Studiengängen.

Neben Hochschulen aus Schweden, Irland, Dänemark, Tschechien und Lettland sind Unis weiterer europäischer Länder vertreten.

Die Veranstaltung läuft von 11 bis 16 Uhr in der Barnerstr. 16 in Hamburg-Altona. Veranstalter ist Finde Academic - Internationale Studienberatung und Vermittlung.

Der Eintritt kostet 3 Euro pro Person.

Ermäßigte Karten gibt es über die Webseite unseres Studienmagazins "Studieren in Anderswo".

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Anfahrt

Adresse:
Barnerstr. 16 (Zu erreichen über den Hof)
22765 Hamburg-Altona

Die Barnerstraße 16 liegt ca. 7 Gehminuten vom Bahnhof Altona entfernt und ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.

Mehr zum Programm und teilnehmenden Unis gibt's hier.