NOTE! This site uses cookies and similar technologies.

If you not change browser settings, you agree to it. Learn more

I understand

Studienfinanzierung fürs Ausland (2)

Etwas Staat, etwas Bank: Studienkredite und Bildungsfonds

Auf der Suche nach der richtigen FinanzierungStaatlich geförderte Studienkredite und privatwirtschaftlich organisierte Bildungsfonds sind oft wichtige Bausteine für die Finanzierung eines Studiums. Allerdings stehen nicht alle auch für ein Auslandsstudium zur Verfügung. Wichtig zu wissen: Studienkredite und Bildungsfonds bedeuten, dass der Studierende die Mittel irgendwann wieder zurückzahlen muss, er verschuldet sich also für sein Studium. Und wie immer bei Schulden ist Vorsicht geboten.

Schulden machen fürs Studium

Neben einigen staatlichen Krediten gibt es vor allem privatwirtschaftlich initiierte Angebote bei Banken oder Sparkassen. Antragstellung, Verzinsung und auch Rückzahlung gleichen dem eines Privatkredits, wobei die Studierenden nach Bewilligung monatliche Raten für den Lebensunterhalt oder die Studiengebühren erhalten. Die Förderung und auch die Bewilligung sind offiziell nicht vom Studienfach des Kreditnehmers abhängig.

Im Vertrag ist individuell geregelt, wie die Rückzahlung abläuft, oft startet sie ein bis zwei Jahre nach Ende der Auszahlungsdauer. Bei den meisten Studienkrediten ist die Rückzahlung unabhängig davon, ob der Kreditnehmer weiterhin studiert oder bereits arbeitet. Auch wenn kein festes Einkommen besteht, fordert das Kreditinstitut den Kreditbetrag zurück. Der effektive Jahresszins in der Aus- und Rückzahlungsphase beträgt je nach Anbieter zwischen 2 und 7 Prozent.

Gelder aus einem Bildungsfonds zu bekommen, ist schon schwieriger. Private Fondsanbieter sind zum Beispiel CareerConcept, Deutsche Bildung oder Brain Capital. Hier müssen sich Studierende direkt bewerben, Unterlagen einreichen und Interviewgespräche bestehen. Fast alle Fonds konzentrieren sich auf bestimmte Studiengänge oder private Hochschulen. So fördert Brain Capital beispielsweise gezielt Juristen und Betriebswirte in LL.M.- und MBA-Programmen. Nach dem Berufseintritt bezahlen die Absolventen den Förderbetrag durch einen festen Prozentsatz ihres Bruttoeinkommens zurück. Fonds gibt es daher vor allem für die Studiengänge, die sofort mit dem Berufseinstieg einkommensstark und krisensicher sind wie BWL, Jura oder Medizin.

Gesamtes Studium im Ausland mit Studiengebühren

Nur wenige Anbieter vergeben für ein komplettes Auslandsstudium klassische Studienkredite auf breiter finanzieller Basis, die sich auch eignen, um die Studiengebühren zu bezahlen. In den vergangenen Jahren waren einzig die Sparkassen Essen und Herford generell für eine Förderung gesamter Studiengänge im Ausland offen – mit einer maximalen Fördersumme von knapp 30.000 Euro. Voraussetzungen: Der Kreditnehmer muss aus der Region stammen oder bereits Kunde der Bank sein.

Anders ist die Situation bei den Bildungsfonds. Hier stehen einige Anbieter für eine umfangreiche Förderung bereit, mit der auch hohe ausländische Studiengebühren vorfinanziert werden können: Die Bildungsfonds von CareerConcept und Festo bewilligen hier bis zu 40.000 Euro. Auch die Deutsche Bildung Studienförderung ist für Auslandsstudiengänge offen. Eine konkrete Höchstförderung nennt dieser Anbieter nicht, Speziell bei Juristen und BWLern, die ein Master-Programm im Ausland belegen, kommt Brain Capital infrage, deren maximale Kreditsumme 50.000 Euro beträgt.

Auslandssemester oder Auslandsjahr

Für einen kurzen Auslandsaufenthalt, ob als Erasmus-Student oder im Rahmen eines integrierten Auslandsaufenthalts eines Bachelor- oder Master-Programms, zeigen sich fast alle Anbieter offen. Meist kann bei solch kurzen Aufenthalten eine Rückzahlung nach Studienabschluss, manchmal auch erst mit Berufseintritt, vereinbart werden, Dies ist oft individuell regelbar. Nur der KfW-Kredit sowie einige Darlehen der Studentenwerke der Länder können nicht für Kurzzeitstudien im Ausland beantragt werden.

Finanziell ist der Gang in die Ferne immer eine zusätzliche Belastung. Vor den Krediten sollten daher immer Auslands-BAföG, staatliche Förderungen wie der Bildungskredit der Bundesregierung oder Stipendien voll ausgereizt werden. Werden Kredite oder Fonds aber als Bausteine für die Finanzierung genutzt, gilt es, besonders die Rückzahlungsmodalitäten im Auge zu behalten. Sonst kann es ein böses Erwachen geben, wenn es nach dem Abschluss nicht gleich mit der Karriere klappt. Ein Aussetzen oder die Stundung der Rückzahlungsraten sollte für solche Fälle in den Verträgen vorgesehen sein.

Ratgeber

Infotag in Hamburg

Auslandsstudium ohne NC

Am Samstag, den 9. Februar 2019 findet in Hamburg-Altona wieder unser Hochschul-Infotag mit dem Titel „NC? Nee, ich geh ins Ausland“ statt. Im Rahmen der Veranstaltung präsentieren sich Hochschulen aus zehn EU-Ländern mit ihren Studienprogrammen.

Wir, die Studienagentur "Finde Academic" laden an diesem Tag Interessenten, Bewerber und vor allem auch deren Eltern ein, um sich über ein Studium im Ausland zu informieren.

Postkarte2019 WebInsbesondere die in Deutschland mit Zulassungsbeschränkungen belegten Fächer stehen im Vordergrund. Informationen zu Auslandsoptionen gibt es vor allem für Human-, Zahn-, Tiermedizin und Psychologie, aber auch zu BWL- ,Medien-, Design-, IT- und Technologie-Studiengängen.

Neben Hochschulen aus Schweden, Irland, Dänemark, Tschechien und Lettland sind Unis weiterer europäischer Länder vertreten.

Die Veranstaltung läuft von 11 bis 16 Uhr in der Barnerstr. 16 in Hamburg-Altona. Veranstalter ist Finde Academic - Internationale Studienberatung und Vermittlung.

Der Eintritt kostet 3 Euro pro Person.

Ermäßigte Karten gibt es über die Webseite unseres Studienmagazins "Studieren in Anderswo".

Hier geht's zur Registrierung... 

 

Anfahrt

Adresse:
Barnerstr. 16 (Zu erreichen über den Hof)
22765 Hamburg-Altona

Die Barnerstraße 16 liegt ca. 7 Gehminuten vom Bahnhof Altona entfernt und ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.

Mehr zum Programm und teilnehmenden Unis gibt's hier.